Prag (28.8. bis 31.8.2014)

Nachdem unsere Reise nach Budapest im Vorjahr so erfolgreich war, stand außer Frage, dass wir auch heuer wieder eine mehrtägige Fotoreise unternehmen werden. Zur Auswahl standen Venedig und Prag. Da die Lagunenstadt schon bei den meisten Knipsern bekannt war, viel die Wahl ziemlich deutlich für Prag aus. Wie schon im letzten Jahr haben wir es uns in einem Apartment in der Innenstadt gemütlich gemacht. In den letzten Tagen vor der Reise hat Markus noch eine Karte mit den wichtigsten Fotopoints erstellt und so die Vorfreude der Teilnehmer in die Höhe getrieben.

 

Am Donnerstag ging es dann endlich los. Mit soviel Gepäck wie für eine kleine Weltreise sind wir von Graz aus aufgebrochen. Auf der knapp 6 Stunden langen Fahrt wurde in den 3 Autos viel über die kommenden Tage sowie über Fotografie geplaudert und diskutiert. Gegen 14 Uhr haben uns Markus, Reinhard und Joachim sicher in Prag abgeliefert. Bis wir dann unsere Apartments bezogen haben und endlich mit der Erkundung der Stadt bei herrlichem Sonnenschein (diesen Sommer keine Selbstverständlichkeit) beginnen konnten, vergingen nochmals knapp 2 Stunden. Obwohl wir schon großen Hunger hatten und eigentlich sofort essen gehen wollten, war die Lust aufs Fotografieren noch größer. Daher dauerte es nochmals fast 2 Stunden bis wir in einem schönen Prager Restaurant für unser leibliches Wohl sorgen konnten. Nachdem alle satt und zufrieden waren, ging es zum ersten abendlichen Photopoint – die Karlsbrücke und Burg im Sonnenuntergang. Am Ufer der Moldau wurden die besten Plätze vom Knipserklub in Beschlag genommen. Jede kleine Änderung der Lichtsituation wurde von den motivierten Teilnehmern mit mindestens einem Spiegelschlag quittiert. Nachdem die Sonne hinter einem Hügel verschwunden war, hieß es warten, bis endlich die Burg, das Kloster und die Karlsbrücke beleuchtet wurden. Unsere Geduld wurde aber mit sehr stimmungsvollen Aufnahmen belohnt. Nach einem kurzen „refreshen“ im Apartment hat uns Reiseführer Joachim in ein schönes Lokal geführt, wo wir bei einigen Cocktails den ersten Abend ausklingen ließen. Nachdem HDR gerade sehr beliebt ist, hat Gerald versucht, ob dies auch bei Cocktails klappt – mehrere unterschiedliche Getränke gleichzeitig konsumieren um den ganzen Geschmacksumfang abzudecken... Naja, bei Fotos klappt es besser.

 

Trotz der kurzen Nacht sind wir am nächsten Tag um 4:30 Uhr aufgestanden (ANMERKUNG eines Mitglieds: alle bis auf Gerald der ja im HDR-Verfahren etwas mehr Cocktails als die restlichen Teilnehmer konsumiert hatte - trotz viel Lärms beim zusammenpacken rührte sich Gerald nicht und wir hatte uns schon darauf eingestellt ohne unseren lieben Knipserklub-Chef loszuziehen als Gerald 2 Minuten vor dem Verlassen des Aparments top fit aufspringt und noch rechtzeitig mit uns fertig wird), um die Morgenstimmung und den Sonnenaufgang bei der Karlsbrücke einzufangen. Leider gab es beim Aufwecken einigen Kommunikationsschwierigkeiten und so wurden Ralf und Stefan zurückgelassen... Sorry nochmals. Auf der Karlsbrücke waren wir dann mit unseren kleinen Augen fast nicht von den asiatischen Touristen zu unterscheiden. Das Wetter war ganz nach dem Geschmack der Fotografen: dramatische Wolken am Himmel, aber freier Horizont für die Sonne. So entstanden coole Silhouettenfotos von der Brücke, aber auch stimmungsvolle Aufnahmen mit dem weichen Licht der ersten Sonnenstrahlen. Markus hat uns (und anderen Fotografen) seine Glaskugel für einige Experimente zur Verfügung gestellt, auch damit sind einige spektakuläre Fotos entstanden. Das ganze Spektakel dauerte aber nur einige Minute bevor die Sonne hinter den Wolken verschwand... Als hätten wir nicht schon genug Glück gehabt, fand auch noch zufällig ein Model-Shooting auf der Brücke statt. Nachdem wir nicht am Fotografieren gehindert wurden, haben wir fleißig „draufgehalten“ und einige sehr schöne Ergebnisse erzielt.

Nach dem wohlverdienten Frühstück haben wir ein wenig die Altstadt erkundet, bevor wir zum Hauptplatz spaziert sind. Dort haben wir das bunte Treiben am großen Platz vor dem „Clock-Tower“ durch die Sucher unserer Kameras beobachtet. Natürlich durfte der Besuch der Aussichtsplattform am Turm nicht fehlen. Der Ausblick auf die Altstadt und Burg war wunderbar. Da wir aber etwas vom frühen Aufstehen gezeichnet waren, beschlossen wir, eine kurze Siesta im Zimmer einzulegen. Einige ruhten sich aus, die anderen begannen schon mit der Sichtung und Bearbeitung der Fotos.

Nach gut 2 ½ Stunden sind wir zum Mittagessen aufgebrochen. Mitten beim Essen im Freien wurden wir von einem Regenschauer überrascht und mussten für das Dessert schon ins Restaurant flüchten. Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, hörte auch der Regen auf und wir konnten mit dem Nachmittagsprogramm starten. Wir schlenderten durch die Altstadt Richtung Karlsbrücke, um uns einen Spot für den Sonnenuntergang und blauen Stunde zu suchen. Auf der völlig überfüllten Karlsbrücke haben wir einige Fotos von Fotografen betrachten. Zum Beispiel stimmungsvolle Nebelaufnahmen im November oder ein tolles Foto mit Blick auf die Stadt. Gemeinsam haben wir dann den Aufnahmestandpunkt lokalisiert und beschlossen, diesen aufzusuchen. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir den Platz am Hügel gefunden und uns mit den Stativen die besten Plätze reserviert. Wie schon am Vortag hieß es auch heute nach Sonnenuntergang warten bis zur blauen Stunde. Leider war die Lokation nicht so spektakulär wie erhofft, daher trennten wir uns in zwei „Neigungsgruppen“ auf. Gruppe „Hunger und Durst“ spazierte zurück Richtung Apartment und Gruppe „Irgendwas passiert noch“ fotografierte weiter. Die Geduld wurde tatsächlich belohnt, und zwar mit einem wunderbaren Feuerwerk... Beim anschließenden Abendessen wurde der Alkohol schon etwas sparsamer eingesetzt, immerhin hatten wir vor, am nächsten Tag wieder früh aufzustehen. Im Zimmer wurde aber noch bis spät in die Nacht an den Fotos gearbeitet. Wie immer bei Knipserklub wurde sich gegenseitig geholfen und gemeinsam bearbeitet...

Ralf steht im Mittelpunkt...
Ralf steht im Mittelpunkt...

Am Samstag ging Geralds Wecker um 4:16 ab. Bevor alle geweckt wurden, versichertet sich Gerald mit einem Blick aus dem Fenster, dass es sich auch auszahlt aufzustehen. Leichter Nebel ließ auf stimmungsvolle Fotos schließen und so wurde die ganze Truppe geweckt. Innerhalt von 30 Minuten waren alle abmarschbereit. Auch an diesem Morgen wurde wieder die Karlsbrücke angesteuert. Wir trauten unseren Augen nicht, denn es war „geiler“ Nebel auf der Brücke. Sofort wurden die Stative aufgebaut und versucht dass „Novemberwetter“, welches eh besser zum heurigen Sommer passte, auf den Chip zu bannen. Die Laternen, Statuen und Personen auf der Brücke sorgten für echt coole Bilder. Die Sonne wollte sich aber nicht so richtig zeigen, daher sind wir ziemlich ausgekühlt gegen 7 Uhr zum Frühstück aufgebrochen. Gut gestärkt sind wir auf Erkundungstour gegangen. Heute stand der Bereich um die Burg am Programm. Über den Aussichtspukt vom Vortag sind wir gemütlich zur Burg spaziert. Unterwegs haben wir mit einigen coolen Gruppenfotos versucht die tolle Stimmung einzufangen. Nach einer etwas ausgiebigeren Kaffeepause haben wir den Veitsdom und den Vorplatz fotografisch erkundet. Von einem plötzlichen Gewitter wurden wir etwas überrascht und mussten in die „Mittagspause“ flüchten. Gestärkt haben wir weiter die Altstadt erkundet und es uns dann auf der kleinen Insel mitten in der Moldau gemütlich gemacht. Da aber wieder dunkle Wolken aufzogen, haben wir uns entschlossen nicht zur Aussichtsplattform Petrin zu gehen. Auf dem Rückweg zum Apartment kam aber wieder die Sonne heraus und daher haben wir nochmals das Programm „umgeschmissen“ und sind auf den Clock-Tower gefahren um den Sonnenuntergang über den Dächern von Prag zu genießen. Da wir nicht die einzigen mit dieser Idee waren, wurde es am Turm ganz schön eng, aber jeder hat ein Platzerl gefunden. Den Abend ließen wir im Hardrock-Cafe mit Burger, Bier und Cocktails ausklingen. Ins Bett sind aber nicht alle gegangen, da die Neugier auf die Ergebnisse vom Tag zu groß war. So wurde wieder bis weit nach Mitternacht gearbeitet...

Einige Prager hängen den ganzen Tag nur rum...
Einige Prager hängen den ganzen Tag nur rum...
Auch der Knipserklub ist im "Selfie-Fieber"...
Auch der Knipserklub ist im "Selfie-Fieber"...
...doch nicht jeder ist mit dem Ergebnis zu frieden.
...doch nicht jeder ist mit dem Ergebnis zu frieden.
Kollektives "Powernapping"...
Kollektives "Powernapping"...

Auch am Sonntag ging der Wecker um 4:16 ab und Gerald sah nach, ob der bestellte „Schneefall“ kam. Da es nur bewölkt war, wurde niemand geweckt, sondern alle durften sich bis 7:30 ausschlafen... Nach einem mehr als ausgiebigen Frühstück, es mussten ja die letzten Kronen ausgegeben werden, haben wir unser Apartment geräumt und sind zum letzten Programmpunkt, dem alten jüdischen Friedhof aufgebrochen. Mit dem schlechten Wetter freuten wir uns auf stimmungsvolle Bilder, doch das Fotografierverbot machte uns einen Strich durch die Rechnung.

 

Gegen 10:30 sind wir daher Richtung Heimat aufgebrochen. Gegen 19 Uhr ging ein toller, unkomplizierter Städteausflug zu Ende. Neben den tollen Fotos, die jeder Teilnehmer gemacht hat, wurde vor allem auch die Klubgemeinschaft gestärkt. Danke nochmals an alle, so macht nämlich das Fotografieren gleich doppelt Spaß!

Teilnehmer:

- Marion Aninger

- Sarah Gugl

- Ralf Wild

- Stefan Wild

- Markus Jöbstl

- Michi Geramb

- Astrid Geramb

- Reinhard Brandner mit Erika

- Joachim Gründler

- Gerald Jagersbacher

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