S/W Fotografie Workshop (15.11.2015)

Bereits seit längerem haben wir einen S/W Analogfotografie-Workshop mit Negativentwicklung geplant. Nun war es endlich soweit und ganze 12 Teilnehmer haben die Herausforderung angenommen.

 

Unser Workshop - „back to the roots“, übrigens von Peter Reiter geleitet, bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil, durfte bzw. musste jeder einen 36er - S/W-Film ausbelichten. Im digitalen Zeitalter, wo alles sofort passieren muss und alle Ergebnisse jeder Zeit sichtbar sein müssen, bringt die analoge Fotografie eine willkommene „Entschleunigung“. Dies begann schon mit dem Einlegen des Films. Ganze 15 Minuten vergingen, bis jeder seinen Ilford in die Kamera eingespannt hatte. Die Kameramodelle, die jeder Teilnehmer selbst mitbrachte, reichten von den 60er Jahren bis zu den letzten analogen Spiegelreflex Ende der 90er Jahre. Bevor wir uns dann im Zentralfriedhof auf die Motivsuche machten, hat uns Peter vorgewarnt, fleißig zu fotografieren, da wir nur 1 Stunde Zeit hatten. Sollte kein Problem sein, 36 Fotos zu machen, dachten wir uns... Aber mit dem Bewusstsein, nur 36 Mal auslösen zu können, überlegt man sich schon sehr genau, welches Motiv ein Foto wert ist... Ganz lustig war, dass wir uns immer wieder ertappten, nach einer Auslösung auf die Kamera zu schauen, um das Ergebnis zu begutachten. So benötigten wir wirklich die ganzen 60 Minuten um die „vorgeschriebenen“ Aufnahmen zu machen. Wie in der Guten alten Zeit, wurde von einigen Teilnehmern das letzte Foto aufgespart, um es für „DAS MOTIV“ zu reservieren...

Fast pünktlich, sind wir mit mehr oder weniger gut belichteten Filmen zum zweiten Teil, der Entwicklung übergegangen. Peter hat uns davor aber noch einiges an Hintergrundwissen zum Aufbau des Films bzw. zum Ablauf des Entwickeln erklärt. Dann konnten wir endlich selbst Hand anlegen. Jeder musste seinen Film im Wechselsack schneiden, auf eine Rolle aufspulen und in die Entwicklerdose geben. Anschließend wurde der Film in 5 Schritten unter Anleitung von Peter, Gerald St. und Marion K. entwickelt. Jeder Film musste ein Entwicklerbad, dann Stoppbad, Fixierbad, Wässerung und Netzmittelbad durchlaufen. Nach gut 30 Minuten sorgfältiger Arbeit kam der überraschende Moment, erstmals die Negative zu sehen. Hier hatte nicht jeder ein Erfolgserlebnis, da der ein oder andere Film nicht richtig eingespannt wurden.

 

Nach gut 7 Stunden ging ein sehr interessanter und lustiger Tag zu Ende und jeder hatte Spaß an der analogen Fotografie, obwohl wir die digitale Fotografie nicht mehr missen wollen. Besonderer Dank gilt noch Peter für die tolle Vorbereitung und Durchführung des Workshops.

Dieses Zeug wir heute durch Lightroom ersetzt...
Dieses Zeug wir heute durch Lightroom ersetzt...
...nicht jeder war mit seinen Fotos zufrieden
...nicht jeder war mit seinen Fotos zufrieden

Link zu den Unterlagen von Peter

 

Workshop-Leiter:

Peter Reiter

 

Teilnehmer:
Ivo Velchev

Gerald Still

Peter Gstettner

Andrea Haas-Götschl

Marion Kain

Norbert Eder

Markus Jöbstl

Gerhard Prader

Marion Aninger

Beatrix Kmetitsch

Stefan Wild

Gerald Jagersbacher

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