Naturfotografie Workshop mit Herbert Köppel (17.11.-19.11.2017)

Zum siebenten Mal haben wir heuer einen Naturfoto-Workshop mit Herbert Köppel unternommen. Bei der Abstimmung Anfang des Jahres standen wieder mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Schlussendlich viel die Wahl auf den Tauglbach, wo wir bereits 2012 waren. Aufgrund des späten Termins im November, war es nicht so einfach alle Workshop-Plätze zu besetzen. In den letzten Tagen vor dem Start mussten leider noch 2 Teilnehmer krankheitsbedingt absagen.

 

Nachdem wir alle Probleme gelöst hatten, ein Fahrer wollte erst am nächsten Tag zum Treffpunkt kommen, starteten wir Richtung Tauglbach. Die Anfahrt war problemlos, obwohl Herbert uns am Vortag noch empfahl, Schneeketten mitzunehmen... Gegen 20:30 Uhr sind wir angekommen und begannen gleich mit dem Kochen. Nachdem wir 3 kg Gulasch, 20 Semmeln und 10 Bier verzwickten, waren wir wieder aufnahmefähig und besprachen mit Herbert das Programm der nächsten Tage.

 

Das tolle an Naturfoto-Workshops im Spätherbst ist es, dass wir nicht früh aufstehen müssen. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir erst gegen 9 Uhr zum Davidgraben aufgebrochen. Bei einer Brücke zweigten wir vom Weg ab und stiegen mit einer Leiter in den Tauglbach ein. Wir mussten einige hundert Meter durch das Flussbeet wandern bis wir den ersten Fotospot, eine ca. 2m breite Schlucht, erreichten. Da es sehr glatt war, und unsere Watthosen keine rutschfesten Solen hatten, gingen wir zu beginn wie auf rohen Eiern. Mit Stativ und Kamera im hüfttiefen Wasser stehend versuchten wir die wunderbare Stimmung einzufangen. Die Felsenstruktur, das klare türkisgrüne Wasser, Schnee und Laub gaben herrliche Motive ab. Herbert unterstütze uns immer wieder bei der Motivsuche und Umsetzung. Nach knapp 4 Stunden kehrten wir zum Teil ziemlich unterkühlt in die Unterkunft zurück und spielten sofort die Bilder auf die PCs und begannen sofort mit dem Bearbeiten. Kurz vor Sonnenuntergang machten wir noch einen kurzen Fotospaziergang in der Umgebung. Da es aber schon relativ dunkel war, war die Ausbeute eher bescheiden. Wieder zurück in der Unterkunft kochten wir gemeinsam unser Abendessen und redeten über den aufregenden Tag und versuchten unsere Watthosen zu flicken. Danach bearbeiteten wir unsere Fotos weiter, konnten mit Herberts Hilfe einige Bilder drucken und genossen das ein oder andere Glas Wein. Toll war, dass sich die 3 neuen Mitglieder perfekt in die Gemeinschaft einbrachten. Sei es beim Kochen, Aufräumen oder übers Fotografieren zu philosophieren. Gegen 23 Uhr sind wir dann ziemlich müde ins Bett gefallen...

Der zweite Workshoptag startete wieder mit einem guten Frühstück. Danach machten wir uns wieder für einen spannenden Tag bereit. Wir spazierten mit Fotoausrüstung, Watthose und Leiter Richtung Taugler Strupklamm. Der erste Blick in die Klamm war sehr beeindruckend. Gut 20m unter uns rauschte die Taugl durch und schnitt sich ihren Weg in den Felsen. Wir spazierten weiter Flussabwärts zu einem Bereich, wo wir mit der Leiter über einen Wasserfall in die Klamm einsteigen konnten. Leider war aber etwas zu viel Wasser im Fluss, sodass wir die Überquerung nicht riskierten. Nur Peter wagten den Balanceakt und wurde mit einer tollen Motiven belohnt. Der Rest fotografierte in der Umgebung die nicht minder beeindruckende Flusslandschaft. Nach knapp 5 Stunden kehrten ausgehungert wir in die Unterkunft zurück und begannen gleich mit dem Kochen. Nachdem wir ein Eierspeiß mit 30 Eier verputzten, starteten wir gleich wieder mit der Bildbearbeitung. Kurz nach 15 Uhr durchbrach die Sonne die Wolkendecke und wir entschlossen uns doch nochmals raus zu gehen. Wir fuhren ein kurzes Stück mit dem Auto und spazierten anschließend auf einen Berg, wo wir einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang hatten. Bei tollem Licht machten wir noch einige coole Bilder abseits des Wassers. Nach dem Abendessen köpften wir noch einige Flaschen Wein, bearbeiteten und drucken Fotos und suchten im Internet nach Fotografenwitzen. Wie es aussieht, kann man über Fotografen keine guten Witze machen... „Ein Boxer kann mit seinen Fäusten dein Gesicht zerstören, ein Fotograf mit einem Finger“ war noch einer der Besten...

von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Thomas Hutterer
von Thomas Hutterer
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter
von Peter Reiter

Am letzten Tag starteten wir etwas früher. Da es noch dunkel war, sahen wir erst beim Frühstück, dass es wie verrückt schneite. Dies und die Strapazen der letzten Tage ließen die Gruppe für den letzten Spaziergang auf 3 Personen zusammenschrumpfen. Mit Herbert ging es in die Taugl gleich unterm Haus. Der Bereich des Flusses sah wieder ganz anders aus als jene der Vortage. Und der Schneefall sorgte für das Übrige. Wir versuchten die coole Stimmung einzufangen, was aber gar nicht so leicht war, den durch lange Belichtungszeiten sah man den Schneefall nicht mehr. Und bei kurzen Belichtungszeiten verlor das Wasser den schönen Fließeffekt... Nach gut 2 Stunden hatte auch die wetterfestesten Fotografen genug und gingen zurück zur Unterkunft. Anschließend packten wir und machten uns vom tiefwinterlichen Tauglboden Richtung Graz auf. Ein sehr schöner, abwechslungsreicher, anstrengender, kalter, nasser und lehrreicher Workshop ging nach 3 Tage zu Ende. Neben dem Abenteuer konnte jeder Teilnehmer auch einmalige Fotos mitnehmen. Ein großer Dank nochmals an Herbert für den Workshop!

Teilnehmer:

 

Reingard Brandner

Thomas Hutterer

Peter Reiter

Thomas Dietinger

Franz Bauer

Eduardo Delso

Gerald Jagersbacher